Montag, 11. März 2013

Kristofer, die Kombüse und eine Currywurst

Der Frühling ist wieder weg und hat mir zum Abschied eine Erkältung da gelassen. Wie überaus freundlich.

Als das Wetter noch schöner war, also letzten Mittwoch zum Beispiel, verschlug es uns nach langer Zeit mal wieder nach Oberhausen ins Druckluft. Und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen fand dort am Abend ein Konzert von Kristofer Aström statt. Zum anderen kann man im Jugend- und Kulturzentrum Druckluft seit einiger Zeit auch vegan essen gehen. Burger, Gyros, Currywurst, Pommes, aber auch wechselnde Tagesgerichte stehen auf der Speisekarte der Kombüse 22. Da die Grippewelle Teile der Belegschaft dahin gerafft hatte, gab es Mittwoch nur eine kleine Auswahl an Gerichten. Für die angepriesenen Kuchen und Tagesgerichte muss ich also nochmal wieder kommen.


Auf unseren Tellern landeten daher Burger und Currywurst/Pommes. Die Preise sind vergleichsweise fair und der Burger (sogar mit "Käse"!) richtig gut. Pommes und Currysauce konnten auch überzeugen, nur die Wurst kam leider nicht an die Konkurrenz aus Essen heran. Trotzdem: ein nettes Café, sympathische Leute, gutes Essen. Wer es selber ausprobieren möchte: Mittwoch bis Freitag von 17 bis 21 Uhr hat man Gelegenheit dazu!

Und dann saßen wir da, vollgefuttert und zufrieden und noch 2 Stunden Zeit bis zum Konzert. Die Umgebung des Druckluft bot jetzt leider auf den ersten Blick nicht wirklich viele Gelegenheiten zum Zeitvertreib. Also schnell in den Bus und ab zum Centro. Muss man nicht machen, kann man aber, wenn man mal wieder Leute gucken und jedes regionale Vorurteil bestätigen möchte. Die Zeit ging dann plötzlich aber auch sehr schnell um.


Mit etwas Verspätung startete um kurz nach 21 Uhr dann das Konzert. Ich mag ja so kleine Clubkonzerte, bei denen man den Musikern quasi direkt gegenüber steht. Als Support Act betrat zunächst Flamman die Bühne, ein Gitarrist von Kristofer Aström, der auch solo unterwegs ist. Oberhausen war der erste Stop der gemeinsamen Tour und Flamman merklich nervös. Die Gitarre war ganz schnell verstimmt ("What am I doing here??") und der Blick ins Publikum auch eher schüchtern und verlegen. Aber schwer sympatisch.
Wenig später dann Kristofer Aström persönlich. Ein bißchen sehnte ich mir einen bequemen Sessel herbei, denn die ruhige Musik und die melancholischen Texte laden nicht unbedingt dazu ein, mit dem Fuß wippend vor der Bühne zu stehen. Aber toll war es trotzdem. Und Kristofer erstaunlich lustig!
Einziges Manko an diesem Abend waren die zwei Jungs, die sich erst direkt vor den Boxen positionierten, wo es  natürlich trotz ruhiger Musik eher laut war, und sich dann durchgehend laut unterhielten. Nach einem kleinen Machtwort war damit aber auch Schluß. Mehr Respekt vor der Kunst, die Herren!

Gutes Essen, gute Musik und (größtenteils) gute Leute: ein toller Abend! Ich komme wieder.

Kommentare:

  1. Ich mochte den Smutje ja mehr als den Asmussen...

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    1. Ey, der Herr, kommentier mal unter deinem eigenen Namen. ;)

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  2. Wollte da schon seit längerem hin. Danke für den tollen Artikel :) Jetzt will ich,noch mehr dahin!

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  3. Hach, das Druckluft ... Jetzt haben sie also eine richtige Küche? Das ist ja fein.
    Ich muss da auch mal wieder hin - das ist schon echt lange her, dass ich nicht mehr dort war.

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