Montag, 3. März 2014

Goldene Zeiten

Wer es schafft, durch Thailand zu reisen und dabei keinen Tempel zu besuchen, macht irgendwas falsch. 94% der Bevölkerung sind Buddhisten und zum Glück merkt man das. An die 30.000 Tempel stehen in Thailand. Gefühlt habe ich davon 300 besucht. Touristische, abgelegene, in manchen waren Mönche grad in ihr Gebet vertieft, in anderen bekam man vor lauter Touristen fast keinen (unbedingt unbeschuhten) Fuß auf den Boden, eine Anlage aus dem 13./14. Jahrhundert ist heute "nur noch" ein Geschichtspark. Alle haben gemeinsam, dass sie reichlich dekoriert sind - oft in leuchtendem Gold und mit glitzernden Spiegelsteinen.








Aber widerspricht das nicht eigentlich der ursprünglichen Lehre Buddhas, der seinerzeit allem Reichtum entsagte?
Nice to know: Durch den Verzicht auf Luxus das Nirwana zu erreichen, erscheint den meisten thailändischen Buddhisten als zu schwierig. Viel wahrscheinlicher erscheint ihnen dagegen eine bessere Wiedergeburt durch religiöse Verdienste, zu denen auch die Verehrung Buddhas gehört. Dies tut man auch, indem man Tempel und Statuen vergoldet oder ihre Vergoldung fördert. Und zack - alles gülden. Schön anzuschauen und hoffentlich auch schön für den Vergoldenden. Im nächsten Leben dann.







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